Um autonome Fahrzeuge im ÖPNV auf die Straße zu bringen, werden Daten benötigt: für die Navigation, um die Nachfrage durch Fahrgäste zu erfassen und die Performance der eingesetzten Fahrzeuge zu verbessern. Eine Datenbank, mit der die Auswertung solcher zentralen Kennzahlen möglich wird, entwickelt ab sofort vhh.mobility, Deutschlands drittgrößtes kommunales Busunternehmen. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg arbeitet im Projekt ahoi selbst daran, autonome Shuttles im Rahmen der On-Demand-Flotte von hvv hop auf die Straße zu bringen. Die Entwicklung der Datenbank ist ein Teilziel des EU-geförderten Projekts „Camino-2“.

Internationale Kooperation

Insgesamt kooperieren innerhalb des Projekts zehn internationale Partnerunternehmen aus vier Ländern, darunter das Pariser Nahverkehrsunternehmen RATP Group (Frankreich), das flämische Nahverkehrsunternehmen De Lijn (Belgien) und das Multitel Innovation Center (Belgien, Konsortialführung).

„Mit der Datenbank entwickeln wir eine Blaupause für die strukturierte Speicherung und Auswertung von Daten in autonomen Betrieben, von der dann auch andere Nahverkehrsunternehmen profitieren können. Sie wird es uns ermöglichen, unsere autonome Flotte effizienter und vernetzter zu steuern und gleichzeitig mit Herstellern und Partnerunternehmen reibungslos zusammenzuarbeiten.“

Christian Thoss, Geschäftsführer von vhh.forward, der Innovationstochter von vhh.mobility

Über das EU-Förderprojekt Camino-2

Öffentliche Verkehrsbetriebe stehen länderübergreifend im Nordwesten Europas angesichts steigender Kosten, schwankender Nachfrage und eines EU-weiten Mangels an Fahrpersonal vor großen Herausforderungen beim Erhalt des Verkehrsangebots in ländlichen und städtischen Gebieten. „Shared Automated Vehicles“ (SAVs), also gemeinschaftlich betriebene autonome Fahrzeuge, werden als flexible, emissionsarme Lösung hervorgehoben. Um den Anschluss an die Technologie weltweit zu wahren, fokussiert sich „Camino-2“ auf die Förderung innovativer Lösungen zur Planung, Erprobung und Skalierung des SAV-Einsatzes und stärkt so einen tragfähigen Markt im Nordwesten Europas. Insgesamt sind zehn europäische Partner an dem Projekt beteiligt.

Camino-2 Logos